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Glossar für Denken: Urteilen, Entscheiden, Problemlösen
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Wenn Entscheidungsstrategien in Abhängigkeit von den Merkmalen der Situation so ausgewählt werden, dass der kognitive Aufwand minimiert und die Entscheidungsqualität maximiert wird.
- Adaptive/heuristische Werkzeugkiste
Bezeichnet ist ein von Gerd Gigerenzer geprägtes Konzept, nach dem Menschen über eine Reihe von Heuristiken verfügen, die ihnen die Anpassung an verschiedene Urteils-, Entscheidungs- und Problemlösesituationen erlauben.
- Affect-Infusion-Model
Das Affect-Infusion-Model von Joseph Forgas bietet eine integrative theoretische Perspektive, in der die Effekte von positivem und negativem Affekt in Abhängigkeit von Motiven, bzw. den jeweils verfolgten Zielen, thematisiert wird.
- Affekt
- Siehe „Gefühl“.
- Affektheuristik
- Bei bestimmten Entscheidungsstrategien, wie der Affektheuristik, folgt die Entscheidung in erster Linie den Gefühlen, die angesichts der Optionen in der Person entstehen.
- Aha-Erlebnis
- Ein starkes subjektives Erlebnis von plötzlichem Verstehen eines Phänomens.
- Allais-Paradox
Maurice Allais verglich zwei strukturidentische Lotteriewahlaufgaben. In der ersten Aufgabe (Wahl zwischen A und B) führte eine Option (A) zu sicheren Konsequenzen, während bei der zweiten (A’und B’) immer riskante Konsequenzen vorlagen - Menschen präferieren bei der ersten Aufgabe eher die sichere Option A, bei der zweiten jedoch eher B’.
- Analoges Problemlösen
- Das Nutzen von Erfahrungen durch übertragen der Prinzipien aus einem Bereich (Quelldomäne) auf einen anderen Bereich (Zieldomäne).
- Analytische vs. nichtanalytische Entscheidungsstrategien
- Von einer analytischen Entscheidungsstrategie spricht man, wenn die Person ihre Entscheidung auf der Basis der Bewertung der Konsequenzen der Optionen trifft (z.B. lexikografische Regel). Bei nichtanalytischen Entscheidungsstrategieen wird die Entscheidung auf der Basis anderer Variablen gefällt, die in keinem direkten Zusammenhang mit den Konsequenzen der Optionen stehen (z.B. Münzwurf, Rat des Experten folgen, seinem Gefühl folgen etc.).
- Antizipierte Emotion
- Aus Erfahrung wissen wir, dass bestimmte Konsequenzen zu bestimmten Emotionen führen können. Diese kognitiv repräsentierten Emotionen können dann als Kriterien bei der Entscheidung berücksichtigt werden. Bei der Antizipation von Gefühlen neigen Menschen dazu, deren Stärke zu unter- und deren Dauer zu überschätzen.
- Assimilation
- Die Anpassung eines Urteils an einen (Vergleichs-)Standard.
- Aufmerksamkeit
- Die menschliche Informationsverarbeitungskapazität ist begrenzt. Es muss eine Auswahl an Informationen für die weitere Verarbeitung getroffen werden. Für diese selektive Orientierung ist Aufmerksamkeit notwendig.
- Axiome rationalen Entscheidens
- Die Nutzentheorie wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts axiomatisiert, d.h., ihre Grundannahmen wurden präzise herausgearbeitet und die Prinzipien rationalen Entscheidens genau definiert.