Glossar für Biologische Psychologie
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z- Absteigendes Retikulärsystem
- Verbindung von der Formatio reticularis (Kerngebiet, Schaltzentrum von Reflexen und Nervenzentren) mit dem Rückenmark
- Adam-Prinzip
- Prinzip, nach dem sich erst durch Einwirkung spezifischer Faktoren (Androgene) aus dem primär bisexuellen Schwangerschaftsprodukt ein männlicher Organismus entwickelt
- Afferenz
- Nervenbahn oder -faser, die Erregungen aus der Peripherie zum zentralen Nervensystem leitet
- Agonist (Muskel)
- Muskeln, die auf ein Gelenk dieselbe Wirkung, z.B. Beugung oder Streckung, ausüben
- Agonist (Nerv)
- Ein Molekül, z.B. ein Pharmakon, das an einen (z.B. synaptischen) Rezeptor bindet und dort die gleiche Wirkung hat wie die körpereigene Substanz (z.B. der Transmitter)
- Akromegalie
- Vergrößerung der distalen Körperteile (Finger, Zehen, Nase, Kinn, Jochbogen) durch eine Somatotropinüberproduktion (Wachstumshormon)
- Aktionspotenzial
- Kurzdauernde Potenzialänderung an Muskel- oder Nervenzellen, die immer gleiche Amplitude und Dauer aufweisen (Alles-oder-Nichts-Gesetz)
- Albumin
- Wasserlöslicher Eiweißkörper, der z.B. in Eiern, Milch, Blutserum und Urin vorkommt; dient dem Transport freier Fettsäuren im Blut
- Alexie
- Unfähigkeit zu lesen
- Algesimetrie
- Messung der Schmerzempfindlichkeit
- Alkaloide
- Stickstoffhaltige Pflanzenbasen; die Gruppe umfasst ca. 2000 unterschiedliche Substanzen, die als Genuss-, Rausch- oder Heilmittel verwendet werden
- Allel
- Der vom Vater bzw. der Mutter stammende Anteil des paarig angelegten Chromosoms
- Allokortex
- Stammesgeschichtlich alte, 3- bis 4-schichtig aufgebaute Hirnrinde
- Allostase
- Ungleichgewicht; Störung des Gleichgewichts zwischen Stress und Stressbewältigung im Gehirn
- Alveole
- Kleiner Hohlraum, bezeichnet sowohl die Lungenbläschen, als auch die Zahnfächer
- Alzheimer Demenz
- Eine Form der Demenz, die bevorzugt im mittleren oder höheren Lebensalter auftritt
- Alzheimer Demenz
Eine Form der Demenz, die bevorzugt im mittleren oder höheren Lebensalter auftritt
- Aminosäure
- Einfachste Eiweißbausteine: Karbonsäuren, bei denen eine Wasserstoffion durch eine Aminogruppe (-NH2) ersetzt ist
- Amygdala
- Mandelkern; zum limbischen System gehörende Struktur des Temporallappens, enthält mehrere Kerne
- Androgen
- Männliches Geschlechts- und Keimdrüsenhormon; wichtigster Vertreter: Testosteron
- Anion
- Negativ geladene Ionen, wandern zur Anode
- Antagonist
1.) Muskel: Gegenspieler der agonistischen Muskeln; 2.) Nervensystem: ein Molekül, das wie ein agonistisches an einen Rezeptor bindet, aber dort keine Wirkung ausübt und damit den Rezeptor blockiert
- anterior
- Vorderer, vorne gelegener; beim ZNS in Kopfnähe befindlich
- Antidiurese
- Einschränkung der Harnbildung in der Niere, durch Wasserausscheidungshemmung oder Reabsorptionserhöhung
- antidrom
- Entgegen der normalen Richtung der Ausbreitung des Aktionspotenzials verlaufend
- Antigen
- Eiweißkörper auf einem Mikroorganismus, durch den der Körper den Mikroorganismus als fremd erkennt
- Apoptose
Physiologischer Telltod, der durch in der Zelle selbst gebildete organische Botenstoffe induziert wird
- Arterie, vertebrale
- Ast der A. subclavia; versorgt Halsmuskulatur, Wirbelkanal, Rückenmark, harte Hirnhaut und Kleinhirnteile mit sauerstoffreichem Blut
- Astrozyt
- Zur Neuroglia gehörende sternförmige, phagozytosefähige Zellen, die über Zellfortsätze mit Nervenzellen interagieren; bilden die Gliagrenzmembran
- Asymmetrie, zerebrale
- Unterschiedliche Funktionstüchtigkeit beider Hirnhälften für bestimmte Verhaltensweisen und psychische Funktionen
- Atemzeitvolumen
- Menge des pro Zeit eingeatmeten Gases
- Aufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem (ARAS)
- Vom Mittelhirn bis zum Thalamus reichendes Kern- und Zellsystem, welches die Hirnrinde weiträumig erregt
- autokrin
- Wirkung eines Hormons zurück auf seine Erzeugerzelle
- Autorezeptor
- Rezeptor in der Membran eines Neurons, der auf den von diesem Neuron freigesetzten Transmitter reagiert
- AV-Knoten (Atrio-ventrikular Knoten)
Teil des Herzreizleitungssystems, sekundäres Erregungsbildungssystem; liegt an der Vorhof-Kammer-Grenze und überträgt die Erregung vom Vorhof auf die Kammer
- Axon
- Derjenige Fortsatz einer Nervenzelle, der mit Nerven-, Muskel- oder Drüsenzellen Synapsen bildet; ist immer von Schwann-Zellen umhüllt und teils myelinisiert (marklos), teils unmyelinisiert (markhaltig)