Autoren
Wer steckt hinter unseren Lehrbüchern? Lernen Sie in diesem Porträt unsere Autoren Niels Birbaumer und Robert F. Schmidt kennen.
Robert F. Schmidt

Robert F. Schmidt studierte Humanmedizin in Heidelberg. Der Promotion zum Dr. med. schloss sich eine klinische Tätigkeit und ein zweijähriger Forschungsaufenthalt mit der Promotion zum Ph. D. im neurophysiologischen Laboratorium des Nobelpreisträgers Sir John C. Eccles in Canberra/Australien an. Nach der Habilitation 1964 und einigen Jahren als Dozent und Professor in Heidelberg leitete er 1971–1982 das Physiologische Institut der Universität Kiel und 1982–2000 das Physiologische Institut der Universität Würzburg. Seither ist er als Professor emeritus an der Universität Würzburg und als Honorarprofessor an der Universität Tübingen tätig. Von 1996–2009 forschte er als Investigador Visitante am Instituto de Neurociencias der Universidad Miguel Hernández in Alicante, Spanien. Zahlreiche Forschungsaufenthalte in Australien, Japan, Mexiko und den USA, mehrere Ehrenmitgliedschaften in- und ausländischer wissenschaftlicher Gesellschaften sowie zahlreiche Auszeichnungen, z. B. 1987 die Wahl zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, 1991 der Max-Planck-Forschungspreis, 1994 der Deutsche Schmerzpreis, 1996 die Ehrendoktorwürde der University of New South Wales in Sydney/Australien und 2000 die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes I. Klasse, zeugen von seinem wissenschaftlichen Engagement.
Niels Birbaumer

Der 1945 geborene Niels Birbaumer studierte Psychologie, Kunstgeschichte und Statistik an der Universität Wien und habilitierte sich 1975 für Physiologische Psychologie an der Universität München. Seit 1975 hatte er einen Lehrstuhl für Klinische und Physiologische Psychologie inne, seit 1993 ist er Direktor des Instituts für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie und des Magnetenzephalographiezentrums der Universität Tübingen. Er verbrachte mehrere Jahre in Forschungsinstituten der USA (Pennsylvania State University, University of Madison, Wisconsin, National Institutes of Health, NIH) und Italiens (Universität Padova und Trento). Neben seinen grundlagenwissenschaftlichen Interessen hat er stets auch klinisch, vor allem in der psychophysiologischen Behandlung von organischen Krankheiten, geforscht. Für seine Forschungsarbeiten wurde er vielfach ausgezeichnet, so auch 1995 mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und 2001 mit dem Einstein World Award of Science. 2010 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Jena und die Helmholtz-Medaille der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Er ist ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz und der Deutschen Nationalakademie, Leopoldina, Halle.